Erste Internationale Meisterschaft für Permanent Make up entschieden – Profi Kosmetik 11/1995

29. Oktober 2016 Keine Kommentare Retro

Es ist wieder Samstag, und damit Zeit, ein wenig in unserer Retro-Kiste zu stöbern. In der Zeitschrift „Profi Kosmetik“ gab es in der Ausgabe 11/1995 einen tollen Bericht über die 1. Internationalen Meisterschaft für Permanent Make-up. Natürlich mit der Meisterin Beatrix Esser!

Erste Internationale Meisterschaft für Permanent Make up entschieden

Wie innovativ das Feld der kosmetischen Behandlung ist, zeigt sich immer wieder an völlig neuen Disziplinen. Mit der 1. Internationalen Meisterschaft für Permanent Make up auf der diesjährigen KI-Live in Wiesbaden gibt es jetzt einen weiteren Wettbewerb in der Kosmetik-Branche.

Der vom DFP (Deutscher Fachverband für Permanent Make up) ins Leben gerufene Wettbewerb wurde von einem Mitglied des EFDS (Europäischen Fachverband für dauerhafte Schminkmethoden) gewonnen. Beatrix Esser, Long Time Liner Repräsentantin und Schulungsleiterin aus Köln, darf sich ein Jahr lang Internationale Meisterin im Permanent Make up nennen, bevor sie sich wieder im Wettbewerb stellen muß.
Der DFP mit seiner ersten Vorsitzenden und Initiatorin Anja Pariti und der EFDS waren beide herstellernahe Verbände und Konkurrenten gegründet worden. Deshalb wiegt diese Entscheidung umso mehr. Die Jury setzte sich neben Anja Pariti aus drei Dematologen zusammen.

Vielleicht könnte man dieses Crossover als Anfang einer Zusammenarbeit im gemeinsamen Dienst der Sache deuten. Immerhin hatte dieser Wettbewerb eine große Anziehungskraft auf die Presse und wird für positive Schlagzeilen zugunsten gut ausgebildetetr Permanent Make up Künstler, Visagisten, Artisten, Lingeristen oder wie auch immer sorgen.

Das Motto: „Natürlichkeit in Form und Farbe“ war gut gewählt.

Dennoch zeigte der Verlauf des Wettbewerbs, daß dieser einfach erscheinende Anspruch nicht leicht zu erfüllen war. Mit 6700 Punkten setzte sich Beatrix Esser ganz klar vom Feld ab.
Und doch gab gab sie hierher zu: „ich hatte Glück, an diesem Tag in Topform zu sein.“ Doch auch ihre langjährige Erfahrung, Sicherheit auch bei vielen Zuschauern und die intensive Ausbildung haben zu diesem Sieg beigetragen,, wie sie beurteilt. Die verwendeten Geräte spielen für das Endergebnis eine entscheidende Rolle. Eine schnelle Pigmentierung mit der Technik der Tätowierer, also mit drei oder gleichzeitig sogar 5 Nadelm sei im Gesicht nicht angebracht und führe zu Schwellungen.

Weiter stellt sich bei der Beurteilung von Permanent Make ups das Problem der unzureichenden Beurteilung des Endergebnisses. „Frühestens nach einer Woche ist die endgültige Beurteilung möglich. Dann erst zeigen sich exakte Linienführung, gleichmäßige Pigmentierung, typgerechte Formgebung.“ So gibt es laut Aussage der Hersteller keine noch so gute Arbeit, die nicht der Nacharbeit bedarf.

MaBea Permanent Make-up im Wandel der Zeit: Express-Zeitung 1998

25. Oktober 2016 Keine Kommentare Retro

So schnell vergeht die Zeit! Vor gut 18 Jahren hat Beatrix Esser, Geschäftsführerin von MaBea, der Express-Zeitung ein Interview mit dem Thema „Der Lidstrich, der niemals verwischt“.  Was uns das zeigt? Es gibt immer noch Pfuscher im Beauty-Handwerk. Und MaBea steht wie vor knapp 20 Jahren immer noch für höchste Qualität und Vertrauen beim Permanent Make-up. Da der eingescannte Zeitungsbericht ist leider nicht mehr ganz Vollständig, von daher hier nochmal der Text soweit rekonstruiert zum entspannten Lesen – auch mit alter deutschen Rechtschreibung 😉

 

Permanent-Make-up: Kölner Weltmeisterin gibt Tips
Der Lidstrich, der niemals verwischt

Ungläubig starrte Bianca nach drei Stunden in den Spiegel. Ihre Augenbrauen: Zwei dicke, rabenschwarze Striche, die an Finanzminister Waigels Ungetüme erinnerten. Doch das war nicht das Schlimmste. Die brauen waren obendrein völlig schief, total verzeichnet. „ich hätte losheulen können“, erinnert sich die 22jährige an ihr Horrorerlebnis mit einem Pfuscher aus dem Rheinland.
Dabei hätte es so schön sein können. Tag und Nacht perfekt geschminkt sein. Kein lästiges Rubbeln und Wischen, wenn der Lidstrich mal wieder verschmiert – davon träumen wie Bianca viele Frauen. Die Alternative: Permanent-Make-up. Doch wen kann man mit spitzer Nadel an seine Haut lassen? Express sprach mit der Kölnerin Beatrix Esser, Weltmeisterin im Permenant-Make-up.

Was wird da eigentlich gemacht?
Permanent-Make-up heißt, sich mit einer mikrofeine Nadel Farbpigmente in die Haut einbringen zu lassen. Da werden Augenbrauenhärchen nachgestrichelt, feinste Linien zwischen den Wimpern gezogen, Lippenkorrekturen gezogen oder korrigiert und Glanzpunkte gesetzt.

Für welche Zielgruppe ist Permanent-Make-up besonders interessant?
Längst sind es nicht mehr nur Prominente, die zu uns kommen. Das lang haltende Make-up ist ideal für Frauen, die morgens wenig Zeit zum Schminken haben. Oder aber auch für Ätere, deren Hand zu unsicher geworden ist, um zum Beispiel einen geraden Lidstrich zu ziehen. Zu uns kommen Jugendliche, und meine älteste Kundin ist 93 Jahre alt.

Wie lange hält Permanent-Make-up?
Wenn es richtig gemacht wurde, mindestens drei Jahre. Danach verblassen die Farbpigmente langsam

Welche Gefahren gibt es?
Die Farbe wird mit einer feinen Nadel nur 0,1 mm unter die Haut eingebracht, denn so verhindert man Schwellungen oder Blutungen. Wer zu tief sticht, verletzt Lederhaut und Unterhautfettgewebe, fördert Entzündungen.

Worauf sollte der Laie beim Vorgespräch achten?
Lassen Sie sich als erstes einen toxikologischen Bericht zeigen, in dem die Unbedenklichkeit der Farben attestiert wird. Besonders farbige Töne haben oft einen hohen Schwermetallgehalt, der Allergien auslösen kann.

Ist die Behandlung eigentlich sehr schmerzhaft?
Eine Express-Mitarbeiterin probierte es aus, ließ sich das Oberlid nachziehen. Diese Dekolinie hält ungefähr drei Tage und ist ideal für Unentschlossene. Schmerz-Fazit: Es zieht und ziept schon, ähnlich wie beim Augenbrauenzupfen, aber es läßt sich aushalten.

Was kostet Permenant-Make-up bei Profis?
Profis nehmen für Augenbrauehn oder Lidstriche um die 800, für Lippen-Konturen ab 1500 Mark. Darin eingeschlossen sind auch Nachbehandlungen.

Was kann man tun, wenn man wie Bianca an einen Pfuscher gelangt ist?
[…] Seit einem halben Jahr läßt sie sich von der Kölnerin Beatrix Esser die Brauen wieder richten. Das heißt: Die verzeichneten Stellen erst mit Nadel und Lösungsmittel ausbluten, dann die zum Teil schon vernarbte Haut mit Hautfarbe überzeichnen lassen. Eine unangenehme Sache.

Die Make-up-Stylistin hält 85 Prozent in der Branche für schwarze Schafe. „Viele von denen haben noch nicht einmal einen Lehrgang besucht, sondern sich einfach die Geräte angeschafft.“ Deshalb möchte die Fachfrau, die eigene Geräte und Farben patentiert bekommen hat, in Köln eine Permanent-Make-up-Schule gründen.